Die Grundregeln der Etikette (Reigi) sollte jeder, der Aikido trainiert, beherzigen. Eine Liste der japanischen Höfflichkeitsformeln sind im Aikido Lexikon aufgelistet.

Etikette: Geschenkübergabe Aikidotraining, Linz 2016
  1. Beim Betreten und Verlassen des Übungsraumes (Dojo), sowie beim Betreten und Verlassen der Matte (Tatami) soll man sich in Richtung der Kamiza verbeugen.
  2. Von der Garderobe bis zur Matte (Tatami) soll man Hausschuhe (oder wenn man diese vergessen hat, Socken) tragen, jedoch nicht auf der Tatami.
  3. Man soll pünktlich zum Training erscheinen. Wenn man jedoch einmal zu spät kommt, soll man sich am Mattenrand im Seiza sitzen und nach einer kurzen Medidation entweder selbst aufwärmen oder auf ein Zeichen des Trainers (als Einladung zur Teilnahme am Training) warten.
  4. Während des Trainings sollte man die Matte nicht verlassen, sollte es dennoch zwingende Gründe dafür geben (z.B. WC aufsuchen, Übelkeit...), soll dies dem Trainer (oder wenn dies, z.B. bei großen Lehrängen, nicht möglich ist, zumindest einem anderen Trainierenden) mitgeteilt werden.
  5. Man soll niemals mit dem Rücken zur Kamiza sitzen (dies gilt auch z.B. beim Zusammenlegen des Hakama).
  6. Während des Trainings soll das Reden auf ein Minimum reduziert werden. Wenn nötig sollte nur über die gerade ausgeführte Technik gesprochen werden.
  7. Die Anweisungen des Trainers sollten rasch und sorgfältig ausgeführt werden.
  8. Der Kimono sollte immer sauber und hygienisch sein, die Waffen sollten immer mit ins Training genommen werden.
  9. Kein Wechseln der Kleidung auf der Matte.
  10. Finger- und Zehennägel sollen wegen der Verletzungsgefahr kurz geschnitten sein.
  11. Aus demselben Grund darf kein Schmuck, Uhren, Ringe oder Brillen (ausgenommen Sportbrillen) während des Trainings getragen werden. Nicht abnehmbare Piercings sind abzukleben.
  12. Das Dojo ist kein Speisesaal: Auf der Matte ist Essen oder Trinken nicht erlaubt (dies gilt auch für Kaugummis und Zuckerl - Erstickungsgefahr!).
  13. Handys sind auf lautlos zu schalten.
  14. Man sollte immer daran denken, dass sein Trainer und Partner auch ein Mensch ist und daher rücksichtsvoll mit ihm umgehen (Auch das Erzwingen einer Technik ist rücksichtslos).